Neue Wege in der Behandlung von Nagelpilz
Im Bereich der Hauterkrankungen spielen Pilzinfektionen eine wichtige Rolle. Zu den häufigsten Erkrankungen dieser Art gehört der Nagelpilz. Er tritt sehr häufig in Verbindung mit Fußpilz auf, und wird durch sehr ähnliche Erreger ausgelöst. Voraussetzung ist allerdings, dass der Pilzerreger in den Nagel eindringen kann, was bei gestörten Nägeln (beispielsweise nach Beschädigungen durch Sport oder durch eine Nagelpsoriasis) sehr leicht möglich ist. Wird der Nagelpilz schnell entdeckt kann er in vielen Fällen erfolgreich behandelt werden.
Eine lokale Therapie vom Nagelpilz ist immer dann angebracht, falls die Infektion des Nagels weniger als die Hälfte der Nagelfläche beträgt wie auch in der Summe die Menge der befallenen Nägel nicht über als 3 beträgt. Der Grundgedanken der topischen Therapie ist immer das Aufbringen einer hohen Konzentration an antimykotischem Wirkstoff auf die Oberfläche des Nagels, der von dieser Stelle aus in den Fussnagel eindringt. In den letzten Jahren hat sich immer mehr die Verwendung eines Nagellacks durchgesetzt. Ihr Vorteil liegt in der simplen Anwendung und durch die spezielle Galenik sehr viel längere Einwirkungsdauer als bei einer Creme oder Lösung. Meist werden Konzentrationen vom antimykotischem Wirkstoffe im Fussnagel erreicht, die ein Vielfaches der tödlichen Dosis betragen. Der Vorteil der Nagellacke bei nagelpilz liegt in ihrer simplen Anwendung.
Trotzdem muss einschränkend darauf verwiesen werden, dass in der Praxis in vielen Fällen die Therapie der Onychomykose nicht zum Triumph führt. die Ursache für den Misserfolg liegt weniger in den Wirkstoff, als vielmehr in der Struktur des Nagels. Der Fussnagel ist in der Regel extrem verdickt, in der Struktur zerstört wie auch mit Hohlkammern versehen. Nicht immer gelangt daher der Lack bzw. der Wirkstoff an die untere Gegend des Nagels und kann dort seine Wirkung herausbilden. Ein weiterer Punkt ist die Wachstumsart des Nagels. Die Wachstumszone des Nagels liegt tief unter der Haut im Finger, dorthin gelangt der Nagellack in der Regel nicht. Aus diesen Gründen gibt es viele Fälle von Nagelpilz, in denen eine orale Behandlung mit Tabletten unabwendbar ist.
Hausmittel gegen Nagelpilz
Viele Betroffene reagieren mit Angst, wenn sie die Beipackzettel der Tabletten gegen Nagelpilz lesen. Und in der Tat kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass ernsthafte Störungen beispielsweise in der Leber auftreten. Aus diesem Grund greifen viele Menschen gerne auf natürliche Hausmittel gegen die Nagelpilz zurück, zumal es mit dem bekanntesten Produkt Teebaumöl auch eine recht wirksame Alternative gibt. Teebaumöl wird seit vielen Jahrzehnten als Hausmittel gegen Nagelpilz erfolgreich angewendet, und ist in anderen Ländern auch als Arzneimittel mit einer derartigen Indikation im Handel. Trotzdem sollte man mit diesem natürlichen Wirkstoff Teebaumöl vorsichtig umgehen. Leider kommt es nämlich bei einer relativ hohen Anzahl von Patienten zu allergischen Reaktionen, so dass auch das Ministerium für Verbraucherschutz eine entsprechende Warnung in Bezug auf Teebaumöl veröffentlicht hat. Teebaumöl als Hausmittel gegen den Nagelpilz ist also durchaus einen Versuch wert, sollte aber beim Auftreten von Hauterscheinungen wie Rötungen, Juckreiz und Ausschlag sofort abgesetzt werden.
Vorbeugen
Nagelpilz ist eine Krankheit, bei der eine sorgfältige Hygiene das Ansteckungsrisiko deutlich verringern kann. Gerade die konsequente Behandlung von Fußpilz, das Vermeiden von Barfußgehen in öffentlichen feuchten Räumen (Schwimmbad) und das Tragen von Hausschuhen in Hotelzimmern sind einfache Maßnahmen, mit der das Ansteckungsrisiko deutlich verringert werden kann.